Rollrasen in Sandwichbauweise
Neuen Rollrasen direkt auf alten Rasen verlegen
Neueste Erkenntnisse in der Rasenforschung haben ergeben, dass es fachlich richtig ist, neuen Rollrasen direkt und ohne Bodenvorbereitung auf einen vorhandenen alten Rasen zu verlegen. Wie eine Untersuchung der Abteilung Landespflege an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim herausgefunden hat, hat diese Verlegemethode keinerlei Nachteile gegenüber der konventionellen Verlegung mit Bodenlockerung.
Im
Gegenteil: Versuchsparzellen, bei denen der vorhandene Rasen
nur abgemäht und mit Rollrasen belegt wurde, präsentierten sich optisch
gleichwertig oder besser als herkömmlich verlegter Rasen. Der Altrasen
war acht Wochen nach der Verlegung vollständig verschwunden und nur
noch als etwas dunkler Horizont in einer Bodenprobe sichtbar. Diese
Erkenntnisse belegen, dass das so genannte „Rollrasensandwich“
hervorragend funktioniert und eine aufwendige Bodenbearbeitung für eine
Rasenneuanlage mit Rollrasen nicht zwingend erforderlich ist.
In der Praxis bedeutet das, dass neuer Rollrasen ohne
Bodenvorbereitung auf den alten Rasen verlegt werden kann. Die Fläche
sollte lediglich kurz abgemäht werden, eventuelle Unebenheiten können
mit feinem Oberboden oder Rasensubstrat ausgeglichen werden und es
sollte eine Grunddüngung erfolgen.
Eventuell vorhandene Anschlusskanten an Pflaster, Beetbegrenzungen
oder Rasenkanten sollten nachgearbeitet werden, da der neue Rasen die
alte Rasenfläche um etwa einen Zentimeter überhöht. Somit ist es
möglich, eine kostengünstige und zeitsparende Verlegemethode
anzubieten, die, je nach Fläche, um etwa ein Drittel günstiger ist, als
eine herkömmliche Verlegung mit Bodenbearbeitung.
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